• Forough Farrokhzad

Forough Farrokzhad – Liebe Kunst Rebellion

By Refiye Ellek – Kültür, Literatür

I sinned a sin full of pleasure, In an embrace which was warm and fiery. I sinned surrounded by arms that were hot and avenging and iron.

In that dark and silent seclusion I looked into his secret-full eyes. my heart impatiently shook in my breast In response to the request of his needful eyes.

In that dark and silent seclusion, I sat dishevelled at his side. his lips poured passion on my lips, I escaped from the sorrow of my crazed heart.

I whispered in his ear the tale of love: I want you, O life of mine, I want you, O life-giving embrace, O crazed lover of mine, you.

Desire sparked a flame in his eyes; the red wine danced in the cup. In the soft bed, my body drunkenly quivered on his chest.

I sinned a sin full of pleasure, next to a shaking, stupefied form. O God, who knows what I did In that dark and quiet seclusion. (The Sin/Gonah)


Dies sind die Worte von Forough Farrokhzad. Eine Frau, die mit ihren Gedanken und ihrer Dichtung die moderne iranische Literatur wie keine andere geprägt hat. Im Iran der 1950er und 60er missverstanden und ausgeschlossen, hat ihre Kunst 50 Jahre nach ihrem tragischen Tod einen wichtigen und besonderen Platz in den Herzen von Literaturliebhabern.

Ob Forugh nun am 05. Januar 1935 oder am 29. Dezember 1934 zur Welt gekommen ist, wissen wir nicht genau. Dafür hat sie viel über die Schwierigkeiten, Enttäuschungen und Schmerzen, die sie in ihrem kurzen Leben ertragen musste, in ihren Gedichten und Malereien berichtet. Als erste Frau, die im Iran des Sah über Lust und Liebe, Aufbegehren und Rebellion geschrieben hat, musste sie mit viel Anfeindung kämpfen.

Den Preis für ihre Leidenschaft an Dichtung und ihrem selbstbewussten Geist hat sie teuer bezahlt. Ihre Familie, wie auch ihr erster Ehemann, haben sie ausgeschlossen. Nach der Scheidung hat sie ihren Sohn Kamyar nie wieder gesehen, nur in ihren Gedichten hat sie zu ihm gesprochen. Der permanente und einengende Druck der patriarchalen Gesellschaft hat Foroughs Seele schwer belastet. Mehrmals hat sie versucht, sich das Leben zu nehmen und ist in Behandlung in verschiedenen Psychiatrien gewesen.

In den 1950ern hat sie angefangen, für den Filmemacher Ebrahim Golestan zu arbeiten. Später wurde sie seine Geliebte und er ihre große Liebe, die ihr die Inspiration für ihre wichtigsten Werke geliefert hat. Golestan war es auch, der sie in ihrer produktivsten Phase unterstützt und ihr Mut zugesprochen hat. Für ihren Kurzfilm „The House is Black“ von 1963 hat sie internationale Auszeichnungen gewonnen. Neben den Aufnahmen der Lebra-Patienten in einem Hospiz im Norden des Irans, enthält der Film auch Szenen mit Foroughs Gedichten, die sie vorliest.

Ihr kurzes und schwieriges Leben, hat 1967 durch einen Autounfall ein abruptes Ende gefunden. Was Forough Farrokhzad für so viele Menschen in Ländern wie dem Iran und der Türkei besonders macht, ist die Tatsache, dass sie als Frau in den 1950er und 60er Jahren ein Tabu nach dem anderen gebrochen und Ungerechtigkeiten aus dem menschlichen Leben auf eine überaus natürliche Weise angesprochen hat. Die Gefühle in ihren Gedichten waren echt und unverblümt. Genau so wie ihre Gedanken über Kunst, die Menschen und ihr Dasein.

Forough wird oft als “iranische Sylvia Plath” bezeichnet, doch das ist sie nicht. Sie ist Forough. Forough Farrokhzad aus dem Iran und mit keiner anderen zu vergleichen, denn das würde ihrer Kunst und ihrer Bedeutung für die Literatur nicht gerecht werden.


The girl smiled and said: What is the secret of this gold ring, the secret of this ring that so tightly embraces my finger, the secret of this band that sparkles and shines so? the man was startled and said: it's the ring of good fortune, the ring of life.

Everyone said: Congratulations and best wishes! the girl said: Alas that I still have doubts about its meaning.

The years passed, and one night a downhearted woman looked at that gold band and saw in its gleaming pattern days wasted in hopes of husbandly fidelity, days totally wasted.

The woman grew agitated and cried out: O my, this ring that still sparkles and shines is the band of slavery and servitude. (About The Wedding Band)

Refiye Ellek