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Die rote Moschee – ein Sinnbild für Toleranz

By Murtaza Sayan – Kültür

Mitten im Schwetzinger „Garten der Vernunft“ steht eines der berühmtesten Moscheen Deutschlands: die rote Moschee. Sie wurde Ende des 18. Jahrhunderts von Nicolas de Pigage im Baden-Württembergischen Schlossgarten Schwetzingen errichtet und ist die erste Moschee, die in Deutschland gebaut wurde. Es handelt sich hierbei um einen Staffagebau, in Auftrag gegeben durch den pfälzischen Kurfürsten Carl Theodor und gilt als Ausdruck der Liberalität, Aufklärung und als offenes Interesse an der orientalischen Kultur. Diese Moschee ist nicht nur die seit dem 18. Jahrhundert (1785) größte und aufwendigste Gartenmoschee, sie ist heute auch die letzte erhaltene dieser Zeit in Europa. Beschrieben wird die Mosche als ein Sinnbild für Toleranz. So steht auch am Eingang an der Tafel: „Sie war niemals als eine Gebetsstätte angedacht, sondern soll ein Dokument der Suche nach den gemeinsamen Vernunftprinzipien aus dem Geist der Aufklärung darstellen.“ Mit orientalischen Mustern verziert, verweisen die goldenen Inschriften auf Arabisch und Deutsch auf „Tugenden wie Weisheit, Fleiß und Verschwiegenheit“.

Es ist ein wichtiges Zeitzeugnis der islamischen Geschichte in Deutschland und zeigt, dass der Islam seit Jahrhunderten ein Teil Deutschlands ist.

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All images © Murtaza Sayan

Murtaza Sayan
Murtaza Sayan - auch Murti - studiert irgendetwas mit Wirtschaft, reist gerne, liest gerne und schreibt gerne.