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Der Arabische Frühling – was ist nach fünf Jahren geblieben? Ein Kommentar von Nahla El-Menshawy

By Ömer Mutlu – Gesellschaft, Stimmen

25. Januar 2016, der Tag an dem sich vor genau fünf Jahren ein Volk zusammen gefunden hat, um mit gebündelter Kraft gegen Korruption, Armut und Unterdrückung zu kämpfen. Eine Protestwelle, die ein Regime stürzte. Ein Volk, das ein neues Regime wählte und ein Volk, das immer noch leidet. Ungeachtet dessen, dass dieses korrupte System, wie ein lästiger Keim noch mit aller Härte das Land regiert und der Funke an Hoffnung, der 2011 noch so lebhaft war, immer kleiner wird. Eins muss gesagt werden: Tausende junge Menschen haben seit 2011 ihr Leben gelassen, weil sie sich furchtlos gegen ihren Tyrann widersetzten, egal ob dieser Mubarak, Mursi oder Sisi heißt. Diese mutigen Ägypter, die ihr Leben ließen, weil sie bis zum Schluss für ihre Rechte kämpften, genau die dürfen wir nie vergessen! Ich bete für all die Menschen, die sterben mussten, weil sie nichts simpleres als Brot und Freiheit forderten. Und ich bewundere die Menschen, die noch den Mut haben weiter zu kämpfen. All diejenigen, die der »Revolution« die Schuld für all das Leid, dass danach kam geben, mögen doch bitte die getöten Menschen ehren und sie nicht vergessen. Denn kein Mensch stirbt »umsonst«.

Credits
Text: Nahla El-Menshawy
Foto: Abdo El Amir

Ömer Mutlu
Founder

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